Die Basis der Rente sichern -

40 Jahre arbeiten, in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und sich finanziell abgesichert seines wohlverdienten Ruhestandes freuen - diese Zeiten sind vorbei. Wer heute nicht privat vorsorgt, wird im Alter seinen Lebensstandard nicht halten können. Wir sprachen mit Thomas Dowe, unabhängiger Finanzexperte aus Pulheim, über die private Basisversorgung, die seit Jahresbeginn angeboten wird.Interviewer: Herr Dowe, seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes zum Jahresbeginn wird viel über die “Basisversorgung” gesprochen. Was verbirgt sich dahinter?

Thomas Dowe: Anfang 2005 hat der Gesetzgeber das “Drei-Schichten-Modell” eingeführt. Neben den herkömmlichen privaten Renten- und Lebensversicherungen der dritten Schicht, deren Beiträge der Verbraucher voll aus eigener Tasche bezahlt, gibt es zwei staatlich geförderte Schichten: zum einen die schon bekannte Riester-Rente und die betriebliche Altersversorgung - die zweite Schicht - und zum anderen die Basisversorgung als erste Schicht. Im Grunde kann man sagen, dass die Versicherungen, die zur Basisversorgung gehören und auch “Basis-Rente” genannt werden, prinzipiell der gesetzlichen Rente ähnlich sind.

Interviewer: Was heißt das genau?

Thomas Dowe: Das heißt, einfach ausgedrückt, die Basis-Rente ist eine zusätzliche lebenslange Rente - wie es in der gesetzlichen Rentenversicherung üblich ist. Entsprechend können die Leistungen aus solchen Versicherungen, außer an den Ehegatten und kindergeldberechtigte Kinder bis 25 Jahre, nicht vererbt werden. Versicherungen der Basisversorgung können auch nicht, wie zum Beispiel eine Lebensversicherung der dritten Schicht, als Sicherheit eingesetzt oder kapitalisiert werden. Und, ähnlich wie bei der gesetzlichen Rente, dürfen die Altersrenten erst im Rentenalter, bei der Basis-Rente frühestens ab dem 60. Geburtstag, ausgezahlt werden und nicht früher. Alle Versicherungsprodukte, die als Basisversorgung angeboten werden, müssen diese Bedingungen erfüllen, damit die Beiträge steuerlich abgesetzt werden können. Trotzdem lohnt es sich selbstverständlich, bei den verschiedenen Anbietern genau hinzuschauen.

Interviewer: Warum? Worin liegen denn die Unterschiede und die Vorteile für den Verbraucher?

Thomas Dowe: Die Rentenversicherung zur Basisversorgung ist, wie der Name schon sagt, eine solide Grundlage des individuellen Altersvorsorgepakets, sofern sie auf einer sicherheitsorientierten Kapitalanlagepolitik beruht. Deshalb sollte genau geschaut werden, wie erfolgreich das Versicherungsunternehmen seine Gelder anlegt. Unternehmen wie beispielsweise die Continentale, die derzeit eine Gesamtverzinsung von 5,0 Prozent bieten, sind da auf jeden Fall interessant. Darüber hinaus gibt es bei einigen wenigen Versicherern die Möglichkeit, für ein paar Euro im Monat eine Zusatzversicherung abzuschließen, durch die im Todesfall mindestens die eingezahlten Beiträge an eine beliebige Person vererbt werden können. Die Continentale ist ein solcher Anbieter. Natürlich kann bei der Continentale auch eine Fondsgebundene Rentenversicherung zur Basisversorgung abgeschlossen werden.

Interviewer: Lohnt sich die Basis-Rente für jeden?

Thomas Dowe: Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie von der individuellen finanziellen Situation, der Lebensplanung und vom Berufsstatus abhängt. Es sollte gründlich durchgerechnet werden, was für den Verbraucher am günstigsten ist. Dabei ist die Basis-Rente auf jeden Fall ein wichtiger Faktor, zumal sie auch als Fondsgebundene Rentenversicherung mit höheren Renditechancen abgeschlossen werden kann. Hier gibt es interessante Angebote: So bietet die Continentale mehr als 50 Fonds an, aus denen der Kunde sein Depot zusammenstellen kann - und das schon ab einem monatlichen Beitrag von 24 Euro. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, bis zu fünfmal im Jahr kostenfrei die Fondsauswahl und -anlage zu ändern. Inwieweit das den Ansprüchen des Einzelnen entgegen kommt, kann meiner Meinung nach nur in einem fundierten Beratungsgespräch geklärt werden.

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